Es mangelt mir, an den für Künstlerkarrieren so wichtigen frühkindlichen Katastrophen. Als viertes Kind von einer inzwischen schon erfahrenen Mutter aus dem pränatalen Zustand entlassen, war es nicht möglich meine Eltern noch mit irgend etwas zu schockieren, worauf mir nichts anderes übrig blieb, als ganz normal aufzuwachsen.

Nach dem Erlernen des obligatorischen Blasinstrumentes (ich kam bei der Blockflöte über das “b” und das “fis”€ nicht hinaus), wurde mir das Tastendrücken nahegelegt, wobei ich hier inzwischen alle schwarzen Tasten gelernt habe. Nach dem Versuch, einen  für eine Beamtenfamilie respektablen Beruf zu erlernen (ich sollte Lehrer werden), ergriff ich die Möglichkeit, außer dem großen Wort auch noch den Taktstock zu führen, getreu dem Motto: wer dirigiert, kann schon keine falschen Töne spielen€. Nebenbei widmete ich mich dem Training meiner Stimmbänder in allen verfügbaren Stimmlagen. Leider konnte ich mich bis heute nicht für ein adäquates Stimmfach entscheiden, da die Literatur für mein Idealfach (Knabenbass oder Soprano profundo) keine Sängerkarriere zulässt.

Insofern bleibt mir nichts anderes übrig, als beim Singen gleichzeitig Klavier zu spielen, um etwaige Unzulänglichkeiten Überspielen zu können.

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Martin Johannes Gärtner

Portrait
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